Michael Stecher unterrichtet am Hohner Konservatorium Trossingen das Fach Systemische Musikpädagogik – Allgemeine Instrumentalpädagogik

Abschluss: Pädagogische Hochschule in Freiburg

Studienschwerpunkte: Reformpädagogik, Beziehungsdidaktik und Musik

Abschluss: Musikhochschule Freiburg

Hauptfach: Trompete – Zusatzfächer: Dirigieren, Rhythmik und Früherziehung

Email: info@hohner-konservatorium.de
Tel.: +49-(0)7425-3270 15

Website: www.michaelstecher.de

Das gegenwärtige Schaffen verbindet beide Ausbildungsgänge. Den Grundstock legt das Studium an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Im Zentrum der Bemühungen steht die Reformpädagogik. Sie verlässt die didaktische Linearität,

in der Lehren unmittelbar ursächlich für Lernen angesehen wird, und verweist auf die Wichtigkeit der Schülerbeteiligung. Die zweite pädagogische Säule bildet die systemische Pädagogik. Die subjektiven Entwicklungsprozesse von Lehrenden und Lernenden stellen sich in die Mitte einer gelingenden Pädagogik, weil die systemische Pädagogik die Wichtigkeit der Selbstorganisation als die Logik des Lebendigen erkennt. Sie rückt von der naiven Vorstellung des einfachen Wissenstransfers ab und wendet sich gegen das schier endlose Drama einer Vermittlungspädagogik und gegen die Qual belehrt zu werden. Diese veränderte Pädagogik nimmt Abstand vom linearen Erziehungsgedanken und stellt eine bewusste und reflektierte Beziehungsdidaktik in den Mittelpunkt des Handelns.

Das Studium an der Musikhochschule Freiburg bildet das Fundament für die fachdidaktischen Perspektiven und fächerübergreifenden Facetten der Musik.

Dort, wo Musik und Pädagogik wirklich zueinanderfinden, wird aus der

Frage „Was ist Musik?“ die Frage „Was soll Musik?“. Bereits zu Beginn des Musikstudiums zeigt sich, dass die bloße technische Ausbildung einem allumfassenden Bildungsgedanken nicht gerecht werden kann. An der tief verwurzelten Kunst, Kinder im technischen Sinne zu kneten, tragen insbesondere die instrumentalen Fachdidaktiken – bis in die Gegenwart hinein – eine schwere Last mit sich herum. Gepaart mit unterrichtsmethodischen Monokulturen kann ein Großteil des traditionell verankerten musikpädagogischen Denkens beim Auf- und Umbruch zu neuen Bildungsreformen in Sachen Musik und Kultur nicht mithalten.

Wir können die Plagen und Widrigkeiten unserer gegenwärtigen Musikausbildung

nicht mit den gleichen Denkweisen lösen, mit denen wir  sie verursacht haben.

Für eine wirklich gelingende und ganzheitliche musikalische Bildung wird daher

ein „neu denken“ zur Pflichtaufgabe der Lehrenden.

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