Volker Rausenberger ist Dozent für Methodik und Didaktik des Akkordeonunterrichts.

Volker Rausenberger studierte Akkordeon am Hohner-Konservatorium  in Trossingen bei Josef Bugala sowie am Konservatorium in Würzburg bei Prof. Stefan Hussong. Anschließend folgte ein Kontaktstudium bei Prof. Hugo Noth, sowie weitere Studien bei Prof. Joseph Macerollo in Toronto, in Musikwissenschaft bei Prof. Thomas Kabisch, sowie in Sprecherziehung bei Sabine Werner. Zudem besuchte er mehrere Jahre den Methodikunterricht an der Musikhochschule Trossingen bei Friedemann Gisinger und Prof. Hugo Noth.

Von 1993 bis 1998 war er regelmäßig aktiver Teilnehmer an der Sommerakademie am Mozarteum Salzburg bei Stefan Hussong. Während dieser inspirierenden Kurse besuchte er ausgiebig die Meisterkurse als Gasthörer u.a. bei Kim Kashkashian (Viola), Hartmut Höll,  Mitsuko Shirai, Peter Härtling (Klavierlied), Walter Levin (Streichquartett), Sofia Gubaidulina (Komposition) und György Kurtag (Kammermusik). In diese Zeit fällt auch die mehrmalige aktive Teilnahme an der Akkordeonwoche in Ottweiler/Saarland u.a. bei Eugen Tschanun und Lars Holm (Methodik) sowie Prof. Mie Miki (Akkordeon) und Jukka Tiensuu (Komposition). Seine langjährige intensive Beschäftigung und Begeisterung für Neue Musik führte 1997 zum Preisträger des int. Gaudeamuswettbewerbs für Neue Musik in Rotterdam.

Seit der Studienzeit in Würzburg arbeitet er mit zahlreichen Komponisten u.a. Toshio Hosokawa, Uros Rojko, Volker Heyn, Roland Breitenfeld, Christian Billian und Juliane Klein. Bis heute nimmt die Neue Musik einen wichtigen Platz in seiner musikalischen und pädagogischen Arbeit ein, sowohl solistisch als auch kammermusikalisch, mit Orchester wie mit Schülern.

Vom Beginn seines Studiums bis heute untersucht und hinterfragt er musikalische Lehr- und Lernmethoden. Im Allgemeinen und speziell für Akkordeon. Daraus resultiert eine seit über 25 Jahren andauernde Entwicklung eines Konzepts des Bewegungslernens für Akkordeon sowie eine intensive Beschäftigung mit den neurologischen, entwicklungspsychologischen und koordinativen Grundlagen des Musiklernens. Mithin liegt sein Hauptinteresse in einer reizvollen und erlebnisorientierten Darstellung des Akkordeons sowie der daraus folgenden Aufbereitung methodisch fundierter Lernwege.

Credo: Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass es der Schüler ist, der lernt und hört, begreift und spielt. Dass der Schüler seine eigene Musik bildet und von ihr gebildet wird. Musik als Möglichkeit sich kennen zu lernen und zu erkennen. Musik als freies emotionales Feld um sich auszuprobieren. Und dann auch auszudrücken. Die Rolle des Lehrers kann somit nicht die des Stoffvermittlers sein, sondern die des Entwicklers und Erfinders. Er stellt anregende kommunikative Lernarrangements zur Verfügung, so dass der Lernende möglichst viele seiner Potenziale entwickeln und entfalten kann. Auf dass der lernende Mensch Wurzeln bilden und Flügel entwickeln kann.

Auf dieser Grundlage entstanden mehrere Fortbildungskonzepte (u.a. „Spielst du schon oder übst du noch?“, „Wurzeln und Flügel – Musik von Kopf bis Fuß, mit Hand und Herz“, „Planet Beat Box Akkordeon“) für Akkordeon, sowohl für das Klassenmusizieren als auch für den Einzelunterricht, die in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien vorgestellt wurden.

Die Jurorentätigkeit bei Landes- und Bundeswettbewerben „Jugend musiziert“ sowie bei „Prima la musica“ in Österreich rundet sein musikalisches Berufsbild ab, zu dem noch die Landesleitertätigkeit für Baden-Württemberg im DALV gehört.

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