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Tage der Chor- und Orchestermusik 2009 in Osnabrück

Vor einigen Tagen war ich bei den jährlich drei Wochen vor Ostern stattfindenden „Tagen der Chor- und Orchestermusik“ in Osnabrück. Anlass dieses Musikwochenendes ist die Verleihung der Zelter- und der Pro Musica-Plakette an traditionsreiche Chöre und Orchester. Die Verleihung wurde vorgenommen durch den Kulturstaatsminister Bernd Neumann MdB, den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Gespannt war ich aber in erster Linie auf die verschiedenen Konzerte: insgesamt 700 Musikerinnen und Musiker bestritten an zwei Tagen ein musikalischen Rahmenprogramm, das wie in jedem Jahr die große musikalische Vielfalt in Deutschland eindrucksvoll darstellte.

 

Im Vorfeld wurde der Kulturstaatsminister von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände, die in diesem Jahr Veranstalter des Musikwochenendes war, interviewt. Und beachten Sie die letzte Frage: Der Kulturstaatsminister Bernd Neumann MdB, der wie ich finde sehr gute Arbeit in Berlin leistet, spielt seit seiner Kindheit Akkordeon (wussten Sie das?). Darauf weist er immer wieder in Reden und Interviews hin. Ob er für ein Konzert im Rahmen von „Akkordeon grenzenlos“ zu gewinnen wäre? Das Interview mit interessanten und aufschlussreichen Antworten nun im Folgenden:

 

Sechs Fragen an Kulturstaatsminister Bernd Neumann zur Bedeutung

der Laienmusik in Deutschland.

 

Warum machen Sie sich stark für die Laienmusik, Herr Neumann?

► B.N.: Über lange Zeiträume werden in den Vereinen der Laienmusik kulturelle Traditionen gepflegt. Der Erhalt, die Pflege und die Weitergabe von Generation zu Generation: das macht die Arbeit der Musikvereine, der Chöre und Orchester von Laienmusikern so wertvoll für unsere Gesellschaft und für das Musikland Deutschland. Für viele Millionen Menschen ist gemeinsames Musizieren fester Bestandteil ihres Lebens. Im ländlichen Raum sind Laienmusiker und ihre Vereine zudem oftmals die einzigen kulturellen Akteure. Insofern nimmt die Laienmusik für das kulturelle Leben in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert

ein.

 

Welche Bedeutung haben Laienchöre und -orchester verglichen mit Berufs-

Ensembles?

► B.N.: Hochkultur und Breitenkultur sind keine Gegensätze. Laienmusikensembles und Berufsmusiker und -musikerinnen ergänzen einander und sind somit gemeinsam Ausdruck der kulturellen Vielfalt Deutschlands.

 

Wo gibt es Verbesserungspotentiale bei der öffentlichen Förderung von Laienmusik?

► B.N.: Die Musikförderung ist grundsätzlich eine Sache der Länder und der Kommunen. Ich kann hier nur für die Bundesebene sprechen. Mein Haus stellt im Spitzenbereich der Laienmusik Fördermittel bereit. Sie dienen etwa der Finanzierung von Wettbewerben wie dem Deutschen Chorwettbewerb und dem Deutschen Orchesterwettbewerb. Ferner werden Mittel für Projekte der Dachorganisationen der Laienmusikverbände zur Verfügung gestellt. Ich denke, auf dieser Basis steht die öffentliche Förderung durch den Bund auf soliden Füßen.

 

Was kann und muss denn getan werden, um die finanzielle Förderung der

Laienmusik auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirksam durchzusetzen?

► B.N.: Die Vertreter der Laienmusik und der Kulturpolitik müssen vernehmlich darauf hinweisen, dass Spitzenleistungen im professionellen Bereich ohne eine intakte Grundlage in der Breitenkultur nicht möglich sind. Auch der eminent wichtige Beitrag der Laienmusik zur musikalischen Bildung, aber auch zur Persönlichkeitsentwicklung insgesamt, kann nicht oft genug betont werden. Potenziellen Sponsoren sollte immer wieder verdeutlicht werden, dass ihr Engagement eine breite und im Gegensatz zum bloßen Event vor allem auch nachhaltige

Wirkung entfalten kann.

 

Und wo gibt es Verbesserungspotentiale bei den Verbänden, die das Laienmusizieren

in Deutschland vertreten?

► B.N.: In erster Linie ist es Sache der Laienmusiker selbst, ihrem Verband Ratschläge zu geben, wo sie Veränderungsbedarf zur Verbesserung ihrer Arbeit sehen. Ich nehme die gemeinsame Dachorganisation, die Bundesvereinigung Deutscher Chor- und Orchesterverbände, als eine tüchtige Interessenvertretung der Laienmusik in Deutschland wahr. Sie sorgt dafür, dass die gemeinschaftlichen Interessen und Anliegen angemessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit vertreten werden.

 

Zuletzt die Frage: Musizieren Sie selbst, Herr Neumann?

► B.N.: Seit meiner frühesten Jugend spiele ich Akkordeon. Mit der Musik unddem Spielen in einer Band habe ich mir sogar das Studium finanziert.

 

Herzlichen Dank, Herr Staatsminister, für dieses Interview!

 
 
 

 

25. März 2009 Kommentieren Allgemein, Erik Hörenberg

1. Platz für die Mundharmonika

Ute Klukas, Monja Heuler und Stafanie Faude

In Trossingen wird jedes Jahr eine Mundharmonika-Stadtmeisterschaft ausgetragen.Wie jedes Jahr gibt es in den verschiedensten Kategorien ca. 120 Kinder und Jugendliche, die begeistert an diesem Wettbewerb Teilnehmen.

Warum schreibe ich das auf der Webseite des Konservatoriums???

Erstens: Die komplette Mundharmonika-Stadtmeisterschaft des Vereins “Orchester-Hohnerklang wird im Konservatorium ausgetragen. Zweitens: Sind wir auch stolz darauf, daß 3 dieser Teilnehmer ein berufsbegl. Studium am Hohner-Konservatorium absolvieren.

In einer Kategorie, der Duos/Spielgruppen ab Klasse 5 ist ein besonderes Trio angetreten.Sie habe sich nur für diesen Wettbewerb als Trio formiert und sind auch als Solisten großartig.Das Trio von dem ich spreche besteht aus Ute Klukas, Monja Heuler und Stefanie Faude.

Auf dem Bild habe sie den ersten Platz in der Kategorie 4 Duos/Spielgruppen ab Klasse 5 belegt und spielen bei der Siegerehrung nochmals ihr Siegerstück “Rumänische Rhapsodie”

Links im Bild, Ute Klukas. Sie startete auch in der Solistenklasse der Junioren und belegte den 2 Platz.Stefanie Faude, rechts im Bild, belegte in der selben Kategorie den 3. Platz.

Wir wollen auch im Namen des Hohner-Konservatoriums unseren berufsbegl. Studenten zu ihrem tollen Ergebnissen gratulieren.Natürlich gratulieren wir auch allen anderen Preisträgern und beglückwünschen auch die diesjährige Stadtmeisterin “Sarah Stoll”. Der Stadtmeister wir in der Kategorie 2 Solistenklasse Klasse 5-8 entschieden.

Hier noch ein Zitat aus einem Grußwort von Ernst Burgbacher, Mitglied des Deutschen Bundestages und Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände.

Menschen machen aus ganz unterschiedlichen Motiven heraus Musik. Manche tun es zum eigenen Zeitvertreib und sind glücklich, wenn Sie eine einfache Melodie spielen können.Andere schätzen vor allem das Gemeinschaftserlebnis des Musizierens mit Gleichgesinnten in einem Ensemble oder Orchester. Der Ehrgeiz, besonders gut und vielleicht auch besser als andere zu sein, ist bei manchen von Beginn an vorhanden, bei anderen entwickelt er sich mit der Zeit.

Diese Worte haben mir sehr gut gefallen und ich bin jedes Jahr wieder glücklich, so viele begeisterte Kinder und Jugendliche bei einem Mundharmonika-Wettbewerb zu sehen.

 

 

16. Juli 2008 Kommentieren Michaela Kitzke