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Archiv der ‘Erik Hörenberg’ Kategorie

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Die Aufmerksamkeit des Sports

Man könnte schon ein wenig neidisch sein auf die Amateur-Fußballmannschaften und Sportvereine, wenn man sich das große Medieninteresse vor Augen führt, das derzeit durch die Europameisterschaft im Fußball wieder ausgelöst wird. Denn Veranstaltungen in dieser Größenordnung sind Nachwuchswerbemaßnahmen in Reinformat, wie sie es im Kultur- oder Musikbetrieb nicht annähernd gibt. Nach der Handball-WM im eigenen Land verzeichneten die Handballmannschaften im Nachwuchsbereich prozentuale Steigerungsraten in zweistelliger Höhe. Ein Jan Ullrich und ein Boris Becker sorgten durch ihre Erfolge und die damit verbundene Medienpräsenz für einen nachhaltigen Boom in ihrer jeweiligen Sportart. Müssen oder sollten wir daher auf ähnliche Entwicklungen hoffen? Oder lieber nicht? Wäre Tokio Hotel mit einem Akkordeon spielenden Sänger eine Chance oder ein Fluch?

 

Dem Sport vergleichbare Konstellationen lassen sich auf den Musikbetrieb selbstverständlich nicht übertragen; selbst Persönlichkeiten wie Lang Lang werden in Deutschland nicht diese Aufmerksamkeit in einer breiten Öffentlichkeit erhalten können, wie dies im Sportbereich möglich ist. Aber selbstverständlich sind wir nicht neidisch, sondern versuchen Aspekte zu erkennen, die sich mit positiven Wirkungen für die Musik und das Akkordeon auf unseren Bereich übertragen lassen.

 

Und selbstverständlich hoffen wir dennoch auf den Einzug ins Halbfinale. Und da ich am Freitag und Samstag in Berlin zu tun haben werde, freue ich mich sehr, wenn auch die Türkei die nächste Runde erreicht…

 

 

 

 

18. Juni 2008 Kommentieren Allgemein, Erik Hörenberg

Rückmeldungen zum China-Projekt

Unsere fünf Studierenden und Absolventen Mariya Leminskaya, Stephanie Mast, Tobias Escher, Matthias Bender und Ralf Brendle sind nun schon wieder seit einigen Wochen zurück in Deutschland. Ihren Erzählungen nach waren die zwei Wochen sehr ereignisreich, nicht nur aufgrund des unvorstellbaren Erdbebens. Aber natürlich stand diese Naturkatastrophe zentral im Mittelpunkt des gesamten Aufenthalts – nach diesem Ereignis lief nichts mehr so weiter, wie es einmal geplant war. Besonders erfreulich fand ich, dass sich unser Ensemble „Accordionsounds – the sino-german accordionensemble“ am großen Benefizkonzert in Chongqing beteiligen konnte, dessen Erlös den Erdbebenopfern zur Verfügung gestellt wurde und das im gesamten Land über das Fernsehen live übertragen wurde (selbst die Tagesschau in der ARD hatte am Abend über dieses Konzert berichtet).

 

Die Rückmeldungen, die uns in den vergangenen Wochen zu unserem Projekt im Allgemeinen erreichten, waren äußerst positiv und sie haben gezeigt, dass der zweiwöchige Aufenthalt auch nachhaltig eine Wirkung hinterlassen wird. Besonders gefreut haben mich zwei Rückmeldungen von Mitarbeiterinnen des Goethe-Instituts und des deutschen Organisationsteams vor Ort: Unser Projekt, das im Kern auf das gemeinsame Musizieren von deutschen und chinesischen Musikern aufgebaute, hätte aus ihrer Sicht die eigentliche Idee der „Deutschlandpromenade“, für die über 100 Musikerinnen und Musiker aus Deutschland nach China gereist waren, am eindrucksvollsten umgesetzt. Ein großes Kompliment wie ich meine, das auch zeigt, mit welcher Offenheit und mit welchem Verantwortungsbewusstsein unsere fünf Studenten und Absolventen sich während der gesamten Reise eingebracht habe. Fazit: Es hat sich mehr als gelohnt und großes Kompliment und Dankeschön an das Ensemble.

 

Wie es nun weiter gehen kann, wird sich voraussichtlich in den kommenden Wochen entscheiden, zumindest wie ich hoffe vor der Sommerpause. Insgesamt werden in den kommenden rund zweieinhalb Jahren noch fünf „Deutschlandpromenaden“ stattfinden, die nächste im kommenden November. Es wäre schön, wenn wir an Chongqing anknüpfen könnten…

 

 

12. Juni 2008 Kommentieren Austausch in China, Erik Hörenberg

Bagger am Bau V

Vor einigen Tagen ging es so richtig los: Am großen Nachbargebäude des Hohner-Konservatoriums, dem Bau V, hat die Sanierung begonnen. Ziel ist es, diese bis Ende 2008 abzuschließen. Es werden auf den insgesamt vier Etagen mit jeweils rund 1.000 Quadratmeter verschiedene Nutzungen angestrebt. Zum einen private Wohnungen und zum anderen gewerbliche Flächen. Und: die Etage im Erdgeschoss ist für drei Kultureinrichtungen vorgesehen: für die Stadtbücherei Trossingen, die Musikschule Trossingen und das Hohner-Konservatorium. Denn mittelfristig wir derzeit folgender Plan verfolgt: die beiden Musikinstitutionen Musikschule und Hohner-Konservatorium teilen sich in Zukunft die Flächen im derzeitigen Hohner-Konservatorium und zudem eben einen Teil innerhalb des Bau V. Verbunden werden die beiden Gebäude durch einen geschlossenen Übergang, so dass man sich in den Trossinger Wintern keine Jacke anziehen muss, um vom einen Gebäude ins andere zu gelangen.

Die konzeptionellen Überlegungen zum gesamten Projekt begannen vor rund zwei Jahren. Die konkreten raumplanerischen Überlegungen zwischen Musikschule und Hohner-Konservatorium im Dezember 2007. Es hat sich mittlerweile gezeigt, dass verschiedene sehr positive Synergien mit diesem Konzept erreicht werden können – auch wenn dem Konservatorium nach Umsetzung der Überlegungen insgesamt weniger Quadratmeter zur Verfügung stehen werden. Der große Vorteil aber: nach einigen Jahrzehnten, in denen am Konservatoriumsgebäude nahzu nichts gemacht wurde und dieses dabei sehr in die Jahre gekommen ist (wie viele wissen), scheint eine Generalsanierung des Gebäudes nun endlich bevorzustehen. Da die Finanzierung hierzu noch nicht steht, ist die genaue Zeitschiene aber noch nicht klar. Im kommenden Haushaltsjahr 2009 wäre sehr erfreulich und ein großer Erfolg – man muss und wird sehen… Sicher sagen kann man jedoch, dass das “Dauerthema Konservatoriumssanierung” in den vergangenen Jahren noch nie so nah vor einer Umsetzung stand.

6. Juni 2008 Kommentieren Erik Hörenberg

Erdbeben in China

Die Ausmaße des Erdbebens in China sind sehr erschreckend. Immer noch steigt die Anzahl der vermuteten Opfer fast stündlich. Glücklicherweise hat sich bereits kurze Zeit nach dem Beben herausgestellt, dass die fünf Konservatoriumsstudenten und -absolventen, die sich derzeit mit dem Ensemble “Accordionssounds – the sino-german accordionensemble” in Chongqing (Provinz Sichuan) aufhalten, wohlauf sind. Chongqing, das rund 350 km vom Zentrum des Erdbebens entfernt liegt, scheint nicht so sehr betroffen zu sein wie Städte, die derzeit in den Medien auf allen Kanälen gezeigt werden. Die “Deutschlandpromenade”, für die unsere Akkordeonistinnen und Akkordeonisten nach China gereist waren, wird – so wie es scheint – vollständig abgebrochen. In Anbetracht der hohen Zahl von Opfern sicherlich der richtige Schritt und die einzige Handlungsalternative für die Verantwortlichen auf der Seite des Auswärtigen Amtes und der Stadt Chongqing.

13. Mai 2008 Kommentieren Austausch in China, Erik Hörenberg

Ferien in Aussicht

In den letzten Tagen gab es für uns alle nochmals einiges zu tun. Um so mehr können wir uns nun auf die zweiwöchigen Pfingstferien am Hohner-Konservatorium freuen. Gerade noch pünktlich fertig geworden ist unser Blog, die neue Internetseite wird in der kommenden Woche online geschaltet (vielen Dank an Matoma!).

Am vergangenen Montag sind fünf Studenten und Absolventen von uns nach Chongqing in China geflogen. Sie spielen dort im Rahmen der vom Auswärtigen Amt veranstalteten “Deutschlandpromenade” an insgesamt 10 Tagen gemeinsame Auftritte mit einem Dozenten und vier Studierenden der Pädagogischen Universität Chongqing. Aufgrund des Tibetkonfliktes war die Beantragung der Visa noch zu einem wirklichen Problem geworden. Doch am vergangenen Freitag um 14.30 Uhr konnte Michaela Kitzke die fünf Reisepässe mit den Stempeln in Berlin in Empfang nehmen – nur drei Tage vor Abflug.

In der vergangenen Woche hat zudem der Deutschen Orchesterwettbewerb in Wuppertal stattgefunden. Insgesamt ein großes Fest mit über 5.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, natürlich auch an zwei Tagen mit Wertungen in der Kategorie Akkordeonorchester und Akkordeonjugendorchester.

Nach den Pfingstferien biegen wir schon auf die Zielgerade ein bis zum Ende des Sommersemesters. Jetzt sind aber erst einmal die Ferien im Mittelpunkt.

8. Mai 2008 Kommentieren Allgemein, Erik Hörenberg

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