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Archiv der ‘Deutscher Musikrat’ Kategorie

Erster “Tag der Musik” des Deutschen Musikrates

In diesem Jahr wird es zum ersten Mal zu einem Musikprojekt kommen, das in seiner Umsetzung einzigartig ist, und das in Zukunft jährlich stattfinden soll: Der „Tag der Musik“ vom 12. – 14. Juni 2009 mit Musikveranstaltungen jeglicher Art über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Ich finde dieses Projekt des Deutschen Musikrates (quasi das erste „Gemeinschaftsprojekt des Musiklandes Deutschland“) eine hervorragende Idee: Es ist für das gesamte Musikleben in Deutschland – daher auch für alle Akkordeonistinnen und Akkordeonisten – eine sehr große Chance, sich in ihrer Vielfalt und ihrem stilistischen Reichtum einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Durch die Breite, Anzahl und Ausstrahlung zahlreicher kleiner und großer Veranstaltungen sichert der „Tag der Musik“ den unterschiedlichen Musikinstitutionen wie Laienorchestern, Laienchören, Musikschulen oder Opernhäusern in Deutschland ein großes Medieninteresse und eine breite öffentliche Wahrnehmung. Ich erhoffe mir, dass sich möglichst viele Chöre, Orchester und Musikeinrichtungen bereits im ersten Durchführungsjahr an der Veranstaltung beteiligen. Wagt man sich für die längerfristige Zukunft auszumalen, alle Chöre und Orchester, Musikschulen, Opernhäuser und allgemein bildende Schulen treten an ein und demselben Wochenende musikalisch in Erscheinung, so ist die enorme Wirkung dieses Vorhabens schon in der Vorstellung unmittelbar greifbar! Es ist daher zu hoffen, dass mit der Durchführung in diesem Jahr eine erste Welle der Aufmerksamkeit für dieses in Zukunft jährlich wiederkehrende Ereignis ausgelöst werden kann. Nähere Informationen zum Tag der Musik finden Sie auf der Website: www.tag-der-musik.de. Sehr gerne können Sie mir mitteilen, ob Sie dieses Vorhaben gut oder nicht so gut finden bzw. wie dieses Projekt in der Zukunft weiter gestaltet werden könnte.

5. März 2009 Kommentieren Allgemein, Deutscher Musikrat, Erik Hörenberg

Deutscher Orchesterwettbewerb (DOW) mit guten Rückmeldungen

Ende der vergangenen Woche fand die erste Sitzung des sog. “Beirats zum Deutschen Orchesterwettbewerb” statt. Seit rund zwei Jahren bin ich Mitglied in diesem Gremium, das den nur alle vier Jahre stattfindenen “Deutschen Orchesterwettbewerb” inhaltlich mit vor- und nachbereitet. Der letzte Wettbewerb war - wie viele wissen - erst vor einigen Wochen in Wuppertal. Zuvor mussten sich alle Orchester ihm Rahmen der auf länderebene stattfindenden Wettbewerben für den Bundeswettbewerb qualifizieren. In Wuppertal anwesend waren schließlich insgesamt 5.500 Musikerinnen und Musiker in rund 130 Orchestern.

In der vergangenen Woche wurden nun die verschiedenen Rückmeldungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern strukturiert und analysiert. Grundlegendes Problem waren - wie man erwarten konnte - die hohen Teilnehmergebühren, die für Wuppertal zu entrichten waren (70 EUR für Erwachsene und 50 EUR für Jugendliche); beim Wettbewerb in Osnabrück vor vier Jahren waren es noch 20 EUR pro Person. Das Resultat war dann auch, dass einige Orchester aus finanziellen Gründen nicht nach Wuppertal kommen konnten (man stelle sich die Kosten für ein 70-köpfiges Sinfonieorchester zuzüglich Buskosten vor!). Hier waren wir uns glücklicherweise einig, dass für den Wettbewerb in vier Jahren wieder ein anderes Finanzierungskonzept notwendig sein wird. Neben dieser Verärgerung gab es im Wesentlichen jedoch viel Lob: vom Rahmenprogramm über die Spielstätten (zumindest die meisten) bis hin zur allgemeinen Organisation und Betreuung. Die viele Arbeit im Projektbüro des Deutschen Musikrats in Bonn (der den Wettbewerb organisiert) hat sich demnach sehr gelohnt.

Mir persönlich werden neben den musikalischen Eindrücken vor allem auch die Fahrten mit der Schwebebahn über die Wupper in Erinnerung bleiben - sehr entspannt, wenn auch sehr laut (daher überhaupt nicht handytauglich!), aber immer mit sehr viel Aussicht und Übersicht.

Im Herbst trifft sich der Beirat das nächste Mal und ich bin gespannt, wo der DOW im Jahr 2012 sein wird.

26. Juni 2008 Kommentieren Deutscher Musikrat, Erik Hörenberg