Archiv der ‘Allgemein’ Kategorie
Arbeitsfrohes Wochenende
Das vergangene Wochenende war in mehrfacher Hinsicht sehr arbeitsintensiv. Während im Trossinger Kunstwerk B das Ensemble ART OF ACCORDION zusammen mit dem Tonmeister Prof. Oliver Curdt von der Hochschule der Medien Stuttgart den 2.Teil seiner “Best of”-Stücke für die im Frühjahr neue erscheinende CD einspielte, bestritt ich als Solist 200 km weiter mit dem AKADEMISCHEN KAMMERORCHESTER KARLSRUHE und der Leitung von Michael Klubertanz ein Probe-bzw. Konzertwochenende, bei dem neben Janaceks Suite für Orchester, das f-Moll-Konzert BWV 1056 von Johann Sebastian Bach, sowie die Tango Sensations von Astor Piazzolla auf dem Programm standen. Während Prof. Curdt aus dem Ensemble die letzten musikalischen Reserven herauslockte, machte ich mit dem Orchester wunderschöne, sehr bereichernde Erfahrungen. Das Konzert war sehr gut besucht und ein großer Erfolg. Bereits während der Proben war es für mich schon enorm spannend, mit den 22 Streichern am gemeinsamen Klang zu arbeiten. ”Gänsehautgarantie” schon beim Stimmen…
Zwei Studenten des Konservatoriums beim Coupe Mondiale in Glasgow
Alexander Cargnelli und Matthias Bender waren in diesem Jahr solistische Teilnehmer beim Internationalen Akkordeonwettbewerb Coupe Mondiale, der vom 21.-26.Oktober 2008 in Glasgow stattfand. Mit über 100 Spielern aus 30 Nationen gab es die höchste Anzahl an Teilnehmeranmeldungen seit der Gründung dieses Wettbewerbs im Jahre 1938. Einmal mehr kamen auch in diesem Jahr die führenden Spieler im solistischen Bereich aus Frankreich, Serbien und Russland, den Ländern, in denen das Instrument Akkordeon bekanntermaßen eine sehr große Tradition genießt. Für unsere beiden Studierenden gab es im regnerischen Schottland große Erlebnisse und viele freundschaftliche Begegnungen, die sicherlich unvergessen bleiben werden. – Wie war noch gleich der “ideale” Spieler? – Er hat die Geschmeidigkeit der Franzosen, die Leidenschaft der Serben und die Perfektion der Russen…
Bis zum nächsten mal!
Alex und Matthias mit Mitgliedern der Internationalen Jury: Jacques Mornet (Frankreich) bzw Chen Jun (China)
Gemeinsam über Musik diskutieren
Vergangene Woche am Dienstag war bereits der 3.Klassenabend des laufenden Semesters, an dem sich meine Hauptfachstudenten versammelten, um Gemeinsames zu gestalten. Nach dem 1.Abend im September, an dem der chilenische Student Alfonso Covarrubias DVD-Aufnahmen von argentinischen Vorläufer-Tangoensembles zu Astor Piazzolla mit sehr interessanten Anmerkungen vorstellte, und einem darauffolgenden Klausurabend, an dem jeder Studierende innerhalb von 2 Stunden sich ein Stück erarbeitete und es anschließend den Kommilitonen vortrug, war dieses mal ein Hörabend angesetzt, an dem ich ausgewählte Beispiele aus der Musikgeschichte mitgebracht hatte.
Wir hörten zunächst jeweils Ausschnitte von diesen Stücken an, um anschließend gemeinsam darüber zu sprechen. Gleichermaßen wurden persönliche Empfindungen und gelerntes Wissen den anderen mitgeteilt, ob es nun um die Epoche, das Werk, den Komponisten, den Interpreten, das Instrument oder die Aufnahmetechnik ging. So entstanden daraus zum Teil sehr lebhafte Diskussionen, z.B. nach der gehörten dreistimmigen Bach-Invention, von der wir drei verschiedene Aufnahmen – Cembalo/Klavier/Akkordeon-Cello – hörten. Bei Musikausschnitten von der Gregorianik über Palestrina, Bach, Soler, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Paganini, Francaix, Debussy und Hindemith wurde darüber hinaus auch über Ansatzpunkte gesprochen, bei welchen Komponisten man als Interpret mit dem Instrument Akkordeon seinen Platz finden kann – und wo eher nicht.
Mir hat es sehr viel Freude bereitet, zu sehen, wie jeder einzelne konzentriert zuhörte, um anschließend seine Meinung zu äußern.
Umfrage zur Sommerpause!
Das Blog macht Urlaub
Herzlich bedanken möchte ich mich heute bei den vielen Bloglesern, die wir für unseren noch sehr jungen Blog in den vergangenen Monaten gewinnen konnten. Im Hohner-Konservatorium ist in der vergangenen Woche mit einem Schlag die tägliche Lebendigkeit verschwunden: Die Sommersemesterferien haben begonnen und alle Dozenten und Studenten sind in den wohlverdienten Sommerurlaub gegangen. Nach der traditionellen Semesterabschlussveranstaltung am Dienstag vor den Ferien, fand am vergangenen Freitag noch die Zertifikatsübergabe an unsere Absolventinnen des ersten einjährigen Lehrgangs “Musik im Kindergarten” statt.
Ohne es genau zu wissen: voraussichtlich wird auch unser Blog ein wenig Sommerpause machen – letztendich wird dies jedoch von den einzelnen Bloggern abhängen. Von den meisten weiß ich jedoch, dass sie die Zeit zum Reisen und Erholen nutzen werden. Ich werde noch in der kommenen Woche in Trossingen sein, um es anschließend allen gleichzutun…
Bis zum 1. September wünsche ich allen Bloglesern einen schönen Sommer 2008!
Das Akkordeon und sein Image
Das Akkordeon hat in Deutschland keinen sehr guten Ruf. Das fällt mir eingentlich immer nur dann auf, wenn man sich mit Personen unterhält, die ein anderes Instrument spielen oder nicht zur Akkordeon-Szene gehören. Es ist mir auch nur in Deutschlad aufgefallen. In anderen Ländern gilt das Akkordeon als ebenbürtig zu den klassischen Instrumenten. Z.B. In Russland, den Balkanländern, in Finnland, der Schweiz und auch in Italien sind die virtuosen Akkordeonspieler sehr populär. In Deutschland wird das Instrument in eine “Schifferklavier” und Volksmusik-Ecke” gesteckt. Dabei das Akkordeon in jeder Musikrichtung gleichwertig mit anderen Instrumenten einzusetzen.
Die Grundsatzdiskusionen welche Musik nun besser, wertvoller oder anspruchsvoller ist, sollte eingentlich nicht geführt werden. Meiner Meinung hat jede Musik seine Daseinsberechtigung und soll jemandem Freude bringen, dabei spielt es keine Rolle ob meine Kinder mir vorspielen oder ich ein Konzert anhöre. Musik soll von Herzen kommen ,Spaß machen und das Leben bereichern.
Hierzu können gerne einige Kommentare abgegeben werden.
FSJ Seminar
In drei Wochen ist es wieder soweit. Ich habe mein 4tes und letztes Seminar im Rahmen meines Freiwilligen Sozialen Jahres in der Kultur.
Wie bei den drei letzten Seminaren werden auch dieses Jahr wieder 6 verschiedene Workshops angeboten. Unter anderem Geräuschgeschichten, Hörspiel, Grafik Design, Trickfilm, literarisches Schreiben und die Erstellung eines Abschluss-/Jahrbuches.
Ich habe mich als 1ste Priorität für Geräuschgeschichten und als 2te Priorität für Hörspiel angemeldet. Die Workshops werden jedes mal von sehr erfahrenen und kompetenten Dozenten angeleitet und bringen sehr viel Spaß. Am letzten Seminarabend werden jedes mal super Ergebnisse vorgetragen.
Bei den letzten Seminaren gab es folgende Workshops: Öffentlichkeitsarbeit(Tagesworkshop), Projektmanagement( Tagesworkshop), Tanz, Film, Fotografie, kreatives Schreiben, Modedesign, New Media, Straßentheater, Malerei, Musik und Architektur.
Bei denen ich Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement, Tanz und Modedesign belegt habe.
Die LKJ BW(Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg e.V) ist für 40 freiwillige in Baden-Württemberg zuständig.Die Seminare sind ein wichtiger Bestandteil während des Fsj Kulturs. Nicht nur um uns auf die Arbeit in unseren Einsatzstellen vorzubereiten, sondern es wird auch viel über Erfahrungen und Erlebnisse in den einzelenen Gebieten gesprochen. Natürlich kommt auch das Vergnügen bei den Seminaren nicht zu kurz.
Der Schlüsselkasten
Der Schlüsselkasten!!!
Er ist schon etwas in die Jahre gekommen, aber im Vergleich zu unserem historischen Gebäude, noch tadellos in Schuss.
Der Schlüsselkasten ist sehr wichtig und darf niemals umfallen. Nur sehr wenige dieser Schlüssel sind beschriftet und es gibt auch teilweise nur noch einen Schlüssel für manche Übezimmer. Sollte mal ein Schlüssel abbrechen oder verloren gehen???? Auch sollte ein Schlüssel immer wieder an den richtigen Platz zurück gehängt werden, sonst haben wir sehr schnell ein Chaos.
Beim Renovieren der Büros letztes Jahr, habe ich in einem alten Schrank einen Karton gefunden. In diesem Karton befanden sich ca. 200 weitere alte Schlüssel. Ich bin überzeugt, die gehören bestimmt noch an einige Türen, aber die Zeit alle auszuprobieren habe ich leider nicht. (Oder sie wurden nicht mehr an die richtige Stelle im Schlüsselschrank gehängt.)
Christina Kölz unsere diesjährige FSJlerin weigert sich, das Projekt “Wo gehört welcher Schlüssel hin?” anzugehen. Ich kann es aber auch verstehen und der Karton mit den Schlüsseln wird immer sein Geheimnis bewahren. Vielleicht befindet sich im Karton noch ein Schlüssel aus der Zeit von 1857, der Gründung der Firma Hohner. Bei manchen Schlüsseln könnte man es fast meinen.
Die Aufmerksamkeit des Sports
Man könnte schon ein wenig neidisch sein auf die Amateur-Fußballmannschaften und Sportvereine, wenn man sich das große Medieninteresse vor Augen führt, das derzeit durch die Europameisterschaft im Fußball wieder ausgelöst wird. Denn Veranstaltungen in dieser Größenordnung sind Nachwuchswerbemaßnahmen in Reinformat, wie sie es im Kultur- oder Musikbetrieb nicht annähernd gibt. Nach der Handball-WM im eigenen Land verzeichneten die Handballmannschaften im Nachwuchsbereich prozentuale Steigerungsraten in zweistelliger Höhe. Ein Jan Ullrich und ein Boris Becker sorgten durch ihre Erfolge und die damit verbundene Medienpräsenz für einen nachhaltigen Boom in ihrer jeweiligen Sportart. Müssen oder sollten wir daher auf ähnliche Entwicklungen hoffen? Oder lieber nicht? Wäre Tokio Hotel mit einem Akkordeon spielenden Sänger eine Chance oder ein Fluch?
Dem Sport vergleichbare Konstellationen lassen sich auf den Musikbetrieb selbstverständlich nicht übertragen; selbst Persönlichkeiten wie Lang Lang werden in Deutschland nicht diese Aufmerksamkeit in einer breiten Öffentlichkeit erhalten können, wie dies im Sportbereich möglich ist. Aber selbstverständlich sind wir nicht neidisch, sondern versuchen Aspekte zu erkennen, die sich mit positiven Wirkungen für die Musik und das Akkordeon auf unseren Bereich übertragen lassen.
Und selbstverständlich hoffen wir dennoch auf den Einzug ins Halbfinale. Und da ich am Freitag und Samstag in Berlin zu tun haben werde, freue ich mich sehr, wenn auch die Türkei die nächste Runde erreicht…
Ferien in Aussicht
In den letzten Tagen gab es für uns alle nochmals einiges zu tun. Um so mehr können wir uns nun auf die zweiwöchigen Pfingstferien am Hohner-Konservatorium freuen. Gerade noch pünktlich fertig geworden ist unser Blog, die neue Internetseite wird in der kommenden Woche online geschaltet (vielen Dank an Matoma!).
Am vergangenen Montag sind fünf Studenten und Absolventen von uns nach Chongqing in China geflogen. Sie spielen dort im Rahmen der vom Auswärtigen Amt veranstalteten “Deutschlandpromenade” an insgesamt 10 Tagen gemeinsame Auftritte mit einem Dozenten und vier Studierenden der Pädagogischen Universität Chongqing. Aufgrund des Tibetkonfliktes war die Beantragung der Visa noch zu einem wirklichen Problem geworden. Doch am vergangenen Freitag um 14.30 Uhr konnte Michaela Kitzke die fünf Reisepässe mit den Stempeln in Berlin in Empfang nehmen – nur drei Tage vor Abflug.
In der vergangenen Woche hat zudem der Deutschen Orchesterwettbewerb in Wuppertal stattgefunden. Insgesamt ein großes Fest mit über 5.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, natürlich auch an zwei Tagen mit Wertungen in der Kategorie Akkordeonorchester und Akkordeonjugendorchester.
Nach den Pfingstferien biegen wir schon auf die Zielgerade ein bis zum Ende des Sommersemesters. Jetzt sind aber erst einmal die Ferien im Mittelpunkt.







