Archive vom Juni 2008
Das Akkordeon-Wiki
Das Akkordeon-Wiki (www.akkordeon-wiki.de) gehört zu den Web 2.0 Maßnahmen des Hohner-Konservatoriums. Hier soll allen Akkordeonspielern, -lehrern und –orchestern die Möglichkeit gegeben werden, sich selbst zu präsentieren. Anders als bei wikipedia, kann im Akkordeon-Wiki jeder eine Seite zu sich und seiner Person anlegen und sich mit andere verlinken. Anstelle einer eigenen Website kann man sich im Akkordeon-Wiki problemlos und kostenlos eine Seite anlegen und diese auch jeden Tag problemlos aktualisieren mit neuesten Konzertdaten und Infos. Jeden Monat wird ein anderes Orchetsre oder ein anderer Akkordeonspieler auf der Startseite präsentiert werden. Das Akkordeon-Wiki soll für alle eine Plattform bieten, denen das Akkordeon am Herzen liegt.
Das Hohner-Konservatorium versucht hiermit einen Service zur Verfügung zu stellen, der allen Akkordeonspielern und –liebhabern etwas bringt. Im Akkordeon-Wiki soll das Wissen rund ums Akkordeon gesammelt und dokumentiert werden. Und wer könnte das besser, als genau die Leute, die aktiv sind und das Instrument spielen.
Seit neuestem können auch Videos auf www.akkordoen-wiki.de gezeigt werden. Einfach Video bei Youtube.com hochladen und den Embed Code in den Quelltext der Akkordeon-Wiki Seite eingeben, auf der es erscheinen soll, oder bei fuetterer@hohner-konservatorium bewerben, wenn das Video einen Monat lang auf der Startseite vom Akkordeon-Wiki gezeigt werden soll.
Falls es Probleme mit dem Einpflegen des Textes gibt, können Text und Bild der gewünschten Seite auch an fuetterer@hohner-konservatorium geschickt werden.
FSJ Seminar
In drei Wochen ist es wieder soweit. Ich habe mein 4tes und letztes Seminar im Rahmen meines Freiwilligen Sozialen Jahres in der Kultur.
Wie bei den drei letzten Seminaren werden auch dieses Jahr wieder 6 verschiedene Workshops angeboten. Unter anderem Geräuschgeschichten, Hörspiel, Grafik Design, Trickfilm, literarisches Schreiben und die Erstellung eines Abschluss-/Jahrbuches.
Ich habe mich als 1ste Priorität für Geräuschgeschichten und als 2te Priorität für Hörspiel angemeldet. Die Workshops werden jedes mal von sehr erfahrenen und kompetenten Dozenten angeleitet und bringen sehr viel Spaß. Am letzten Seminarabend werden jedes mal super Ergebnisse vorgetragen.
Bei den letzten Seminaren gab es folgende Workshops: Öffentlichkeitsarbeit(Tagesworkshop), Projektmanagement( Tagesworkshop), Tanz, Film, Fotografie, kreatives Schreiben, Modedesign, New Media, Straßentheater, Malerei, Musik und Architektur.
Bei denen ich Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement, Tanz und Modedesign belegt habe.
Die LKJ BW(Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg e.V) ist für 40 freiwillige in Baden-Württemberg zuständig.Die Seminare sind ein wichtiger Bestandteil während des Fsj Kulturs. Nicht nur um uns auf die Arbeit in unseren Einsatzstellen vorzubereiten, sondern es wird auch viel über Erfahrungen und Erlebnisse in den einzelenen Gebieten gesprochen. Natürlich kommt auch das Vergnügen bei den Seminaren nicht zu kurz.
Deutscher Orchesterwettbewerb (DOW) mit guten Rückmeldungen
Ende der vergangenen Woche fand die erste Sitzung des sog. “Beirats zum Deutschen Orchesterwettbewerb” statt. Seit rund zwei Jahren bin ich Mitglied in diesem Gremium, das den nur alle vier Jahre stattfindenen “Deutschen Orchesterwettbewerb” inhaltlich mit vor- und nachbereitet. Der letzte Wettbewerb war - wie viele wissen - erst vor einigen Wochen in Wuppertal. Zuvor mussten sich alle Orchester ihm Rahmen der auf länderebene stattfindenden Wettbewerben für den Bundeswettbewerb qualifizieren. In Wuppertal anwesend waren schließlich insgesamt 5.500 Musikerinnen und Musiker in rund 130 Orchestern.
In der vergangenen Woche wurden nun die verschiedenen Rückmeldungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern strukturiert und analysiert. Grundlegendes Problem waren - wie man erwarten konnte - die hohen Teilnehmergebühren, die für Wuppertal zu entrichten waren (70 EUR für Erwachsene und 50 EUR für Jugendliche); beim Wettbewerb in Osnabrück vor vier Jahren waren es noch 20 EUR pro Person. Das Resultat war dann auch, dass einige Orchester aus finanziellen Gründen nicht nach Wuppertal kommen konnten (man stelle sich die Kosten für ein 70-köpfiges Sinfonieorchester zuzüglich Buskosten vor!). Hier waren wir uns glücklicherweise einig, dass für den Wettbewerb in vier Jahren wieder ein anderes Finanzierungskonzept notwendig sein wird. Neben dieser Verärgerung gab es im Wesentlichen jedoch viel Lob: vom Rahmenprogramm über die Spielstätten (zumindest die meisten) bis hin zur allgemeinen Organisation und Betreuung. Die viele Arbeit im Projektbüro des Deutschen Musikrats in Bonn (der den Wettbewerb organisiert) hat sich demnach sehr gelohnt.
Mir persönlich werden neben den musikalischen Eindrücken vor allem auch die Fahrten mit der Schwebebahn über die Wupper in Erinnerung bleiben - sehr entspannt, wenn auch sehr laut (daher überhaupt nicht handytauglich!), aber immer mit sehr viel Aussicht und Übersicht.
Im Herbst trifft sich der Beirat das nächste Mal und ich bin gespannt, wo der DOW im Jahr 2012 sein wird.
Der Schlüsselkasten
Der Schlüsselkasten!!!
Er ist schon etwas in die Jahre gekommen, aber im Vergleich zu unserem historischen Gebäude, noch tadellos in Schuss.
Der Schlüsselkasten ist sehr wichtig und darf niemals umfallen. Nur sehr wenige dieser Schlüssel sind beschriftet und es gibt auch teilweise nur noch einen Schlüssel für manche Übezimmer. Sollte mal ein Schlüssel abbrechen oder verloren gehen???? Auch sollte ein Schlüssel immer wieder an den richtigen Platz zurück gehängt werden, sonst haben wir sehr schnell ein Chaos.
Beim Renovieren der Büros letztes Jahr, habe ich in einem alten Schrank einen Karton gefunden. In diesem Karton befanden sich ca. 200 weitere alte Schlüssel. Ich bin überzeugt, die gehören bestimmt noch an einige Türen, aber die Zeit alle auszuprobieren habe ich leider nicht. (Oder sie wurden nicht mehr an die richtige Stelle im Schlüsselschrank gehängt.)
Christina Kölz unsere diesjährige FSJlerin weigert sich, das Projekt “Wo gehört welcher Schlüssel hin?” anzugehen. Ich kann es aber auch verstehen und der Karton mit den Schlüsseln wird immer sein Geheimnis bewahren. Vielleicht befindet sich im Karton noch ein Schlüssel aus der Zeit von 1857, der Gründung der Firma Hohner. Bei manchen Schlüsseln könnte man es fast meinen.
Ensemblespiel - höchste Form des menschlichen Miteinanders
Mit dem Abschluß des aktuellen Sommersemesters 2008 endet meine offizielle Projektarbeit mit dem Ensemble “Art of Accordion”. Ca 3 jahre durfte ich dieses Ensemble, bestehend aus Studenten und - inzwischen - auch Absolventen des Hohner-Konservatoriums, aufbauen und begleiten. Ich konnte ihnen bei ihrem Weg, ihren Ensembleklang zu formen, regelmäßig zuhören und auch selbst dabei viel lernen.
Das musikalische (Zusammen-)Wachsen der 5 Spieler war für mich von Beginn an zentrales Anliegen. Über “Klassiker” wie Bach, Mozart, Reicha, Schumann, Brahms, Balakirew oder Kagel sollte vor allem die inhaltliche Ausdrucksfähigkeit gefördert werden, mit Gershwin, Piazzolla, Hancock, Abuh-Khalil, oder auch Christian Billians Hip-Hop-Turm - und als Probenzuckerl auch mal eine Oberkrainer-Polka - wurden gleichermaßen auch popularmusikalische Stile ins Repertoire mitaufgenommen.
“Zuhören”, “Kommunikation”, “Wahrnehmung”, “Nachdenken” wurden mit der Zeit zu zentralen Themengebieten bei der Qualitätsfindung des Ensembles. Immer wieder ging es um das “Ich” und das “Wir” in der idealen Balance zum Gesamtgefüge, die maximale Ausdrucksfähigkeit jedes einzelnen, abgestimmt auf den jeweils zum Stil passenden Ensembleklang.
In der Kammermusik gibt es für meine Begriffe kaum eine schwierigere Aufgabe, als mehreren gleichen Instrumenten zur klanglichen Transparenz zu verhelfen. Ich wollte von Anfang an unbedingt weg vom “Einheitsklang” des traditionellen Akkordeonensembles. Die fünf Studenten sollten beginnen verstehen zu lernen, was es bedeutet ein Kammermusiker zu sein, ausgestattet mit einer reichen Palette an klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten, an Flexibilität, sich mit möglichst vielen Facetten seiner ganzen Persönlichkeit in den sozialen Prozess eines Ensembles einbindend. Und: sie sollten gleichermaßen den ideellen Wert verstehen lernen, aus geistig-musikalischer Unabhängigkeit heraus selbstandig handeln zu können.
So ging das, durch großen Übe- und Probeneinsatz aller 5 Ensemblespieler, stetige Reifen der Musik einher mit dem persönlichen sozialen Wachsen jedes einzelnen Mitglieds. Über 30 Konzerte bzw. Auftritte (z.B. Musikmesse Frankfurt, Würth-Museum, div. Kulturkreise) wurden in dieser Zeit bestritten. Zwischendurch lud ich auch den Schauspieler Florian Rexer ein. Er sollte mit dem Ensemble einen praktischen Workshop bezüglich unserer Themen “Wahrnehmung” und “Kommunikation” durchführen. Dieses anfängliche “Experiment”, bei dem Grundübungen aus der Schauspielschule kennengelernt und geübt wurden (z.B. das “3-Wege-Spiel”… Interessenten können gerne nachfragen was es damit auf sich hat…) war ein nachhaltiger Impuls für jedes einzelne Mitglied, beim Spüren und Verstehen vieler künstlerischer und sozialer Prozesse innerhalb der Gruppe. In den Probewochen danach jedenfalls wurde mir nur bestätigt, dass ein weiterer wichtiger Groschen gefallen war, in der nach und nach aufkommenden Weitsicht, was man beim gemeinsamen Musizieren eigentlich alles erleben kann, wieviel Gefühlsebenen im so reichen Land der Musik zu erreichen möglich sind, wenn man lernt, seine gesamte Persönlichkeit in den Gruppenprozess einzubringen. (Der erste Schritt dabei ist - das wissen nun alle - sich selbst kennenzulernen…)
Die sehr oft erwähnten äußerlichen Erfolge und Ehrungen dieses Ensembles bei internationalen Wettbewerben sind weitgehend bekannt. Der eigentliche, und viel nachhaltigere Wert dieses Projekts jedoch aber liegt - aus meiner pädagogischen Sicht als verantwortlicher Dozent - in der Persönlichkeitsbildung jedes einzelnen Mitglieds.
Die 5 sind sich einig, dass sie in jeden Fall in dieser Formation weitermachen wollen. Und mit den gesetzten Zielen werden noch viele Menschen Freude an ihrer Musik haben können. Da bin ich mir sicher. Die CD wird Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommen. Eine “Art-of-Accordion-Edition” ist außerdem angedacht, die ein erweiterter Beitrag zur Bildung von pädagogischer Ensembleliteratur werden soll.
Ich danke an dieser Stelle der Schulleitung des Konservatoriums für die Bereitstellung der Rahmenbedingungen dieses Projekts, sowie der Firma Hohner für die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Vor allem bedanke ich mich aber bei Sarah Staiger, Michaela Hepp, Alexander Cargnelli, Clemens Tschallener und Ralf Brendle für das große Interesse, die Leistungsbereitschaft und überhaupt, für die spannende Zeit beim gemeinsamen Modelieren von “Art of Accordion”!
Besonderer Service
Als ich vor 3 Wochen beim “Deutschen Akkordeon-Ensemble-Wettbewerb” in Berlin war, hatte ich mir vorgenommen an einem freien Abend zum Konzert der Berliner Philharmoniker mit dem Pianisten Maurizio Pollini zu gehen (Beginn 20 Uhr). Dann, ein paar Tage vor dem Konzert kam in den Medien die Meldung: “Die Philharmonie hat gebrannt!” Ich bekam alsbald - für mich als besonderen Service - vom Kartenbüro der Berliner Philharmoniker einen Anruf, mit der Mitteilung, dass das geplante Konzert wie vorgesehen am selben Abend stattfindet, dass es jedoch nicht in der Philharmonie, sondern auf der Berliner Waldbühne als “Open Air”-Konzert gespielt werde.
An einem herrlichen Frühlingsabend (mit spätsommerlichen Temperaturen) fuhr ich also mit der S-Bahn hinaus zur Berliner Waldbühne. Als ich schließlich zehn vor Acht ankam, hörte ich schon von weitem den Orchesterklang, der mir von früheren Konzerten aus der Philharmonie bekannt war. Schreck lass nach! Die spielen ja schon!!! Eine Frau am Kartenhäuschen sagte mir dann mitleidig, dass das Konzert bereits um 19 Uhr begann. - Ich war zunächst enttäuscht, dass ich die Vorverlegung des Konzertbeginns nicht mitbekommen hatte, dass man es mir nicht am Telefon ausdrücklich gesagt hatte. So fuhr ich, ohne irgendwelche Personalien hinterlassen zu haben, mit der S-Bahn einigermaßen frustriert wieder in die Stadt zurück.
Nun, vor ein paar Tagen bekam ich wieder einen Anruf - vom Kartenbüro der Berliner Philharmoniker: eine sehr freundliche Dame am Telefon teilte mir mit, sie würden mir, da ich das Konzert an der Waldbühne nicht miterleben konnte, die Kosten für die Karte ersetzen. (!) Ich bedankte mich ebenso freundlich, und saß nach Beendigung des Telefonats einigermaßen verblüfft weilend in meinem Sessel. -
Das Geld wurde gestern tatsächlich an mich zurück überwiesen. -
Lieber Blogleser, jeder weiß, die Berliner Philharmoniker haben ein riesengroßes Publikum über die ganze Welt verteilt. Die hätten es - bei anderer Haltung zu Ihrem Schaffen - vielleicht “nicht nötig” einem einzelnen Konzertbesucher hinterherzurennen, gerade in Zeiten, wenn es das Schicksal durch diesen Brand in der Philharmonie nicht so gut mit ihnen meint. Ich fand es geradezu rührend, dass ich nach Durchführung der Veranstaltung - ohne dabei selbst irgendwelche Klagen geäußert zu haben - eben noch diesen 2.Anruf bekam.
Ich bekam dadurch wirklich den Eindruck vermittelt, das “Besondere” der Berliner Philharmoniker liegt nicht nur in der außerordentlichen musikalischen Qualität des Orchesters und seinem Dirigenten, sondern auch in der Gesamtorganisation dieser kulturellen Einrichtung.
Die Aufmerksamkeit des Sports
Man könnte schon ein wenig neidisch sein auf die Amateur-Fußballmannschaften und Sportvereine, wenn man sich das große Medieninteresse vor Augen führt, das derzeit durch die Europameisterschaft im Fußball wieder ausgelöst wird. Denn Veranstaltungen in dieser Größenordnung sind Nachwuchswerbemaßnahmen in Reinformat, wie sie es im Kultur- oder Musikbetrieb nicht annähernd gibt. Nach der Handball-WM im eigenen Land verzeichneten die Handballmannschaften im Nachwuchsbereich prozentuale Steigerungsraten in zweistelliger Höhe. Ein Jan Ullrich und ein Boris Becker sorgten durch ihre Erfolge und die damit verbundene Medienpräsenz für einen nachhaltigen Boom in ihrer jeweiligen Sportart. Müssen oder sollten wir daher auf ähnliche Entwicklungen hoffen? Oder lieber nicht? Wäre Tokio Hotel mit einem Akkordeon spielenden Sänger eine Chance oder ein Fluch?
Dem Sport vergleichbare Konstellationen lassen sich auf den Musikbetrieb selbstverständlich nicht übertragen; selbst Persönlichkeiten wie Lang Lang werden in Deutschland nicht diese Aufmerksamkeit in einer breiten Öffentlichkeit erhalten können, wie dies im Sportbereich möglich ist. Aber selbstverständlich sind wir nicht neidisch, sondern versuchen Aspekte zu erkennen, die sich mit positiven Wirkungen für die Musik und das Akkordeon auf unseren Bereich übertragen lassen.
Und selbstverständlich hoffen wir dennoch auf den Einzug ins Halbfinale. Und da ich am Freitag und Samstag in Berlin zu tun haben werde, freue ich mich sehr, wenn auch die Türkei die nächste Runde erreicht…
China 2008 - Ein Erlebnisbericht
Nun folgt eine Zusammenfassung der zweiwöchigen Reise nach Chonqing. Ihr braucht dazu etwas Ruhe, aber ich hoffe, dass Euch dieser letzte Bericht gefällt. 
Internetmarketing mit Web 2.0 fürs Hohner-Konservatorium
Laut der ARD/ZDF-Online Studie 2007, nahm der Anteil der Bundesbürger, die das Internet nutzen (Onliner), von 55,3 Prozent im Jahr 2004 auf 62,7 Prozent im Jahr 2007 zu, was einem Zuwachs von 3,8 Millionen Erwachsenen ab 14 Jahre auf insgesamt 40,8 Millionen Onlinern entspricht. Interessant ist hier vor allem für die Fragestellung meiner Magisterarbeit, dass immerhin 35 Prozent der Nutzer, Informationen aus dem Kulturbereich im Internet beziehen. Kulturbetriebe sollten also ihr Internetangebot keinesfalls vernachlässigen, da das Web bereits zu einer wichtigen Informationsquelle geworden ist. Dies ist der Ausgangspunkt meiner Arbeit. In Zusammenarbeit mit dem Hohner-Konservatorium wurden die Zielgruppen bestimmt, die von dem Online-Angebot vor allem angesprochen werden sollen.
Zum einen handelt es sich hierbei um engagierte und talentierte Akkordeonspieler zwischen 10 und 25 Jahren, sowie Akkordeonlehrer und auch engagierte Laienakkordeonspieler ab 25 Jahren. Gerade in diesen Altersgruppen ist der Anteil der Internetnutzer besonders hoch, weshalb der Einsatz von Internetmarketingmaßnahmen für das Hohner-Konservatorium besonders interessant ist. Da bereits jeder zweite Internetnutzer regelmäßig Wikipedia verwendet, schien der Einsatz eines Akkordeon-Wikis (www.akkordeon-wiki.de) eine spannende Einsatzmöglichkeit zu sein. Zusätzlich soll das Wiki die Positionierung des Hohner-Konservatoriums als Bildungseinrichtung im Internet untermauern. Mit dem Hohner-Konservatoriums Blog soll vor allem ein Blick ins Hohner-Konservatorium möglich sein. Interessierte Studenten sollen ein Gefühl für das Konservatorium bekommen und mit diesem leicht in Kontakt treten können. Nicht zu unterschätzen ist sicherlich auch der Effekt, dass der Einsatz von Web 2.0 Maßnahmen dem Hohner-Konservatorium eine moderne Präsenz im Netz ermöglicht, was sicherlich Effekte auf das Image, besonders in den jüngeren Altersgruppen haben wird.
Ich lade hiermit herzlich zu einer Feedbackrunde ein! Wie wirken die Web 2.0 Maßnahmen des Hohner-Konservatoriums? Was könnte noch verbessert werden?
Das Wesen und sein Klang
Gerade komm ich vom Trossinger Kesselhaus und der EM-Schmach der deutschen Mannschaft gegen Kroatien ins Konservatorium zurück. Die Kroaten. Die Deutschen. Ganz andere Typen. Was ist eigentlich eine Nation? Das Wesen einer Nation? Wo liegt dieses Wesen? Und, wo findet man dieses Wesen in der Musik? Manche Pianisten sagen, Chopin, Debussy und Ravel kämen dem zentralen “Wesen” des Klaviers sehr Nahe. Sie verleihen diesem Instrument ein poetisches Eigenleben. Wo liegt eigentlich das Wesen im Akkordeonklang? Gibt es Musiker, Komponisten, die es schon berühren konnten? Ist der Tango vielleicht ein Stil der diesen schon geschafft hat? Volksmusikanten schwören - zum Teil auf die Seele ihrer Mutter - auf die Akkord(-eon)-Begleitfiguren eines Slavko Avsenik.
Nun ich, wenn ich die asiatische Musik eines Hosokawa höre, die sich auf die jahrtausendalte japanische Musiktradition bezieht, so höre ich im Akkordeon so etwas wie eine Öffnung, den puren Klang, der sich entfaltet, ohne irgendwelchen Klischees gerecht werden zu wollen. Dieses reine Hören suche ich, es macht mich frei.

